Weggemeinschaft Born Bracht Brüggen
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Ordensschwestern in Brüggen feierlich verabschiedet

Abschied nehmen hieß es am vergangenen Sonntag in der Jugendhilfeeinrichtung Schloss Dilborn – Abschied nehmen von vier Frauen, die man in ganz Brüggen sehr vermissen wird. Denn zum Ende des Monats verlassen die letzten Schwestern des Ordens der Armen Dienstmägde Jesu Christi (ADJC) die Jugendhilfe.

Dass der Abschied nicht nur den Schwestern schwer fällt, sondern auch vielen anderen, war bereits während des Festgottesdienstes zu Ehren der Schwestern deutlich spürbar. Dieser wurde geleitet von Pfarrer Frank Schürkens, der durch Monsignore Dr. Stefan Dückers, Vertreter des Bischofs für die Belange der Ordensgemeinschaften im Bistum Aachen, sowie Diakon Thomas Hoff, Ordensvertreter der Katharina Kasper ViaNobis GmbH, gleich doppelte Unterstützung hatte.

Die anschließende Verabschiedungsfeier ließ dann keine Zweifel mehr offen: Als fester Bestandteil des Hauses – und darüber hinaus auch der gesamten Pfarrgemeinde – sind die Ordensschwestern für viele kaum aus Brüggen wegzudenken. Dies unterstrich alleine schon die Anwesenheit der mehr als 300 Gäste: gut 40 Dernbacher Schwestern, Schwestern anderer Kongregationen, Vertreter aus der Politik, wie Marianne Lipp, Stellvertreterin des Landrats Dr. Andreas Coenen, und Claudia Wolters, die stellvertretend für Bürgermeister Frank Gellen anwesend war, Mitglieder der Pfarrgemeinde, des Freundeskreises, Geschäftsführer und Einrichtungsleiter der Dernbacher Gruppe, zu der Schloss Dilborn gehört, Mitarbeiter und vor allem auch viele Kinder und Jugendliche wollten sich von Schwester Margret, Schwester Veronia, Schwester Gerhardina und Schwester Arasi verabschieden. Sie alle waren nicht mit leeren Händen gekommen und so wurden die Ordensschwestern förmlich überschüttet mit Blumen und Geschenken, aber auch zahlreichen wertschätzenden Worten und liebevollen Gesten und Gesangs- und Wortbeiträgen.

„Wir bedauern sehr, dass wir künftig keine Ordensschwestern mehr in unserer Einrichtung haben werden. Wir sind und bleiben Ihnen für Ihren jahrzehntelangen Einsatz in den unterschiedlichsten Bereichen sehr dankbar“, richtete Einrichtungsleiter Guido Royé seinen Dank an die scheidenden Schwestern. „Seit der Gründung unseres Hauses vor rund 70 Jahren haben Schwestern das Leben hier mit uns geteilt. In ihrem unermüdlichen Dienst waren sie für unsere Kinder und Jugendlichen ebenso wie für uns Mitarbeitende diejenigen, die im buchstäblichen Sinn dem Werk und dem Geist der Ordensgründerin Katharina Kasper ihr Gesicht gegeben haben.“

Martin Minten, Geschäftsführer der ViaNobis, des Trägers der Jugendhilfeeinrichtung, ermunterte alle Anwesenden, im wahrsten Sinne des Wortes Abschied zu „feiern“ – aus Dankbarkeit für die vielen Jahrzehnte, die die Schwestern in Brüggen tätig waren.

Und auch Schwestern Margret hatte sich vorgenommen, mit zwei lachenden Augen Abschied zu nehmen: „Das Alter hat uns einfach eingeholt“, fasste die Ordensschwester die Entscheidung, den Konvent in Brüggen zu schließen, zusammen. Die 83-Jährige war 1994 nach Brüggen gekommen, hatte die Leitung des Konventes übernommen und in der Verwaltung der Jugendhilfe gearbeitet. „Meine siebte Amtszeit ist nun vorbei und verlängern möchte ich nicht noch einmal. Alles hat seine Zeit.“ Immer schon habe sie sich vorgenommen, „fit“ ins Mutterhaus in Dernbach im Westerwald zurückzukehren, um dort noch eine kleine Aufgabe übernehmen zu können. Nun freue sie sich darauf, dieses Vorhaben in die Praxis umzusetzen. Dabei werde sie aber alle Kinder, Jugendlichen und Mitarbeiter von Schloss Dilborn nicht vergessen, sondern diese auch weiterhin in ihre Gebete einschließen, bekräftigte Schwester Margret die tiefe Verbindung der Schwestern zu den in der Jugendhilfeeinrichtung Lebenden und Arbeitenden.

Gut 220 Schwestern gehören heute zum 1851 gegründeten Orden der ADJC. Der Ursprung des Tuns liegt in den Werken der Ordensgründerin Maria Katharina Kasper. „Dafür sind die Schwestern für die Kinder und Mitarbeiter ein lebendiges Zeugnis gewesen“, resümiert Guido Royé. Der Einrichtungsleiter freue sich darüber, gemeinsam mit den Schwestern und der Geschäftsführung einen Weg gefunden zu haben, die Ordensvertretung und die Seelsorge in der Einrichtung weiterzuführen: So wird künftig Elfi Reiners, die bereits seit vielen Jahren Mitarbeiterin von Schloss Dilborn ist, mit der Aufgabe der Ordensvertretung und Seelsorge vor Ort betraut. „Gemeinsam sehen wir mit Zuversicht der Aufgabe entgegen, die sich der weltlichen Ordensvertretung in Zukunft stellt: Die Anwaltschaft dafür, dass alle Mitarbeitenden als ,verlängerte Arme` der Dernbacher Schwestern unsere Wurzeln, unsere christliche Haltung und den Geist und Anspruch von Katharina Kasper erkennbar sein lassen“, blickt auch Ordensvertreter Thomas Hoff positiv in die Zukunft.

Karina Wasch


Von Alexandra Scherrers

Veröffentlicht am 08.01.2016

 
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