Weggemeinschaft Born Bracht Brüggen
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Der Herr ist wahrhaft auferstanden!

Die drei Frauen, Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus und Salome taten, was getan werden musste. Sie übernahmen die Aufgaben, die für einen Gestorbenen zu tun waren. „Das Leben geht weiter.“ Sie erwarteten einen Toten, dessen Leib sie salben wollten. Sie dachten an praktische Probleme. „Wer könnte den schweren Stein wegwälzen?“ Sie retten sich in Alltagshandeln.

Hier könnte die Geschichte enden.

Das tut sie aber nicht. Ihnen wird das Unglaubliche sichtbar und sie erschrecken sehr. Sie finden nicht den toten Jesus Christus, den so grausam zu Tode gekommenen. Der schwere sehr große Stein ist weg - so wie Jesus, stattdessen ein Engel, der ihnen die unglaubliche Botschaft verkündet und ihnen den Auftrag geben, das unglaubliche – unerwartete,  obwohl angekündigte weiter zu sagen.

Jesus Christus hat das Grab verlassen, er ist auferstanden und er wird ihnen begegnen.

Was für eine Erfahrung.

So schnell vom Tod zum Leben - eben noch verzweifelt und voller Trauer - und jetzt laufen sie in die Stadt zurück, um den Jüngern die frohe Botschaft zu verkünden.

Die Botschaft der Osternacht ist geprägt durch die Symbolik Dunkel, Grab, Tod zu -  die Sonne geht auf, das Grab ist geöffnet, der Stein ist weg gerollt, das Grab ist leer.

Die Frauen hatten ganz nah miterlebt, wie Jesus gequält, verleumdet, gefoltert und ermordet wurde. Sie hatten die Nacht des Todes durchlitten.  Sie hatten wahrscheinlich den ganzen Sabbat wie gelähmt da gesessen, sich verkrochen.  Dann wieder eine Nacht durchwacht. Das Einzige, was noch zu tun blieb, war, den Leichnam Jesu zu ehren und ihn zu salben.  Dazu müssen sie sich in dieser Nacht durchgerungen haben. Und sie tun es in aller Frühe, so früh wie möglich nach dem Sabbat. Sie eilen zum Grab. Und da ist der Stein schon weg gerollt und sie finden das Grab leer. Von jetzt auf gleich ist alles anders. Vom Tod zum  Leben, so erfahren sie es.

Auf unserem Osterbild der Künstlerin Christel Holl können wir beide Dimensionen finden. Unten links die drei Frauen, noch im Dunkeln, wie sie zum Grab kommen in Trauer und Verzweiflung. Das Grab ist schwarz, nur die Öffnung ist heller, dort scheint schon die gute Nachricht durch. Über dem Grab ist es blendend gelb, das in orange übergeht und dann dominierend über allem, hier der Engel. Er zeigt in einer hellen Linie auf die drei Frauen unten in der Ecke und sagt: Er ist nicht hier, er ist auferstanden!

Über der Verzweiflung und Trauer, die unten dunkel zu sehen ist, strahlt das Licht der Auferstehung, der Hoffnung auf. Die Farben Schwarz und dann Gelb, Weiß, Orange bringen diesen Gegensatz kontrastreich zum Ausdruck.   

Solche Erfahrungen, dass Tod und Leben  nah beieinander liegen, solche Erfahrungen kennen wir auch. „Manchmal feiern wir mitten am Tag ein Fest der Auferstehung“ - heißt es in dem bekannten Lied. 

Und so führt uns die Botschaft des Engels selber vom Dunkeln ins Licht, vom Tod zum Leben, von der Verzweiflung zur hoffnungsvollen Gewissheit: Er ist auferstanden! Es ist Ostern!

Katrin Hollmann


Von Alexandra Scherrers

Veröffentlicht am 07.04.2016

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